DOK Premiere - Kino-Dokumentarfilm plus Filmgespräch
Die DOK Premiere ist eine vom Haus des Dokumentarfilms kuratierte Kinoreihe. Sie präsentiert in Stuttgart, Ludwigsburg, Berlin und Köln aktuelle Dokumentarfilme zum jeweiligen Kinostart. Im Anschluss folgt ein Werkstattgespräche mit der/dem Regisseur:in.
Unsere DOK Premieren im März 2026
Das Haus des Dokumentarfilms präsentiert als DOK Premiere im März in Kooperation mit Real Fiction Verleih NO MERCY von Isa Willinger.
Ausgehend von der Aussage der ukrainischen Regisseurin Kira Muratowa, Filme von Frauen seien „härter“, befasst sich Isa Willinger mit der weiblichen Filmsprache und untersucht das Werk bedeutender Regisseurinnen wie Catherine Breillat, Monika Treut und Céline Sciamma. Dabei widmet sich Isa Willinger der Frage, was die Werke dieser Kolleginnen auszeichnet und welche Rolle Macht und Geschlecht bei ihrer Arbeit spielen.
Damit bietet NO MERCY einen spezifisch weiblichen filmhistorischen Kontext und setzt sich anhand ausführlicher Interviews mit den Regisseurinnen mit gesellschaftlichen Normen und patriarchalen Strukturen auseinander, die im Kino ebenso wirksam sind wie im Alltag.
Termine
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Buch und Regie: Isa Willinger; Bildgestaltung: Bernadette Paaßen, Siri Klug, Doro Götz; Montage: Lena Hatebur Bfs, Niki Mossböck; Produzent:innen: Ira Tondowski, Alex Tondowski, Sabine Gruber, Peter Drösslerowska, Jona Simon; Produktion: Tandowski Film; gefördert durch: Medienboard BB, BKM, DFFF, Eurimages, Creative Europe Media; Redaktion: ORF, ZDF/ARTE
Das Haus des Dokumentarfilms zeigt ON THE BORDER von Gerald Igor Hauzenberger und Gabriela Schild als HDF DOK Premiere im März in Kooperation mit Cine Global und Seebrücke Köln.
Die Wüstenstadt Agadez im Niger, einst Drehscheibe für den Handel zwischen Schwarz- und Nordafrika, ist heute eine Goldmine für Schlepper und Schleuser. Deshalb testet gerade dort die Europäische Union neue Grenz- und Überwachungskonzepte, mit denen sie große Migrationsbewegungen bereits eintausend Kilometer vor dem Mittelmeer zu stoppen will. So wurde Adagez zum Symbol für restriktive Migrationspolitik.
Der Film begleitet einen Bürgermeister von Agadez, eine lokale Journalistin und einen einheimischen Händler. Sie alle versuchen, in der neuen, veränderten Realität ihrer Heimat gegen Gewalt und das Versagen politischer Versprechen zu kämpfen.
Termine
ODEON Kino Köln
Mo. 18.03.2026, 20:00 Uhr
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Gerald Igor Hauzenberger und Ümit Uludağ (HDF)
→ Tickets
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Buch und Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild; Bildgestaltung: Thomas Eirich-Schneider, Gerald Igor Hauzenberger, Hajo Schomerus, Joerg Burger; Montage: Nela Märki, Stefan Fauland; Produktion: Framelab Filmproduktion, Mira Film, Corso Film: Sender: ORF, ZDF/3Sat, SRF, SRG SSR; gefördert von: Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien, Filmstandort Austria, Zürcher Filmstiftung, Bundesamt für Kultur (BAK), Film- und Medienstiftung NRW, Creative Europe MEDIA, Robert Bosch Stiftung; Verleih: Cine Global
Unsere DOK Premieren im Februar 2026
Von: Wolfgang Jacobsen
Anfang der 1970er Jahre – Aufbruchstimmung allenthalben. Die Studentenbewegung, die Generation der 68er, hat gesellschaftliche Tabus gebrochen, Freiräume geschaffen, einen Diskurs über Politik und Kultur angestoßen. Auch die Film- und Kinolandschaft der Bundesrepublik gerät in Bewegung. In Berlin, in Hamburg, in Stuttgart, in kleinen und großen Städten. Filmclubs gründen sich, Programmkinos entstehen. Lebendig, vielfältig, Filme präsentierend, die in den überkommenen Kinostrukturen keinen Platz gefunden hätten und haben.
In Tübingen eröffnet Stefan Paul 1974 das Kino ‚Arsenal‘, das heute als ältestes Programmkino in Baden-Württemberg gilt. Doch die Anfänge sind voller Hindernisse. Die neuen Kinomacher brauchen einen langen Atem. Und haben ihn. Der Regisseur Goggo Gensch trifft Stefan Paul. Und gemeinsam unternehmen sie eine Reise zu den Leinwänden, die zunächst die westdeutsche – und heute gesamtdeutsche – Kinolandschaft prägten und prägen. Zum ‚Abaton‘ in Hamburg, zum ‚Delphi‘ und ‚Atelier am Bollwerk‘ bis zum ‚Kino Wolf‘ in Berlin-Neukölln. Paul und seine Weggefährt:innnen erzählen farbig von den Anfängen in den 1970er-Jahren, reflektieren kritisch und nüchtern die heutige Situation in einer Zeit der Medien-Umbrüche und Brüche.
Goggo Gensch dokumentiert – wohl sachlich, doch erkennbar zugewandt, weil selbst ein Cineast durch und durch – diese Gespräche. Und mehr noch: John Waters und Wim Wenders steuern persönliche Erinnerungen bei, Regisseur:innen wie Aelrun Goette, Autor:innen wie Lars Henrik Gass oder Susanne Marschall erörtern, was alles notwendig ist, damit Programmkinos eine Zukunft haben. Der Film KINOLEBEN ist eine stille Elegie und zugleich ein vitales Bekenntnis und eine temperamentvolle Inspiration – für das Über-Leben der Programmkinos.
Termine
Bundesplatz-Kino Berlin
Do. 05.03.2026, 20:00 Uhr
Im Anschluss Filmgespräch mit Goggo Gensch und Stefan Paul mit Wolfgang Jacobsen (HDF)
→ Tickets
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Regie: Goggo Gensch; Kamera: Heiko Bokern, Eva Gensch, Cassie Hamilton, Christopher Krehahn, Dorian Ostermann, Christoph Pustlauk, Dirk Schwarz; Montage: Tim Löschmann; Produktionsleitung: Maximilian Höhnle; Produzent:innen: Monika Agler, Günter Moritz; Produktion: teamWERK. Die FilmProduktion GmbH, gefördert von MFG Baden-Württemberg und DFFF
Das Haus des Dokumentarfilms präsentiert nach dem großen Erfolg in Stuttgart, Berlin und Ludwigsburg DAS FAST NORMALE LEBEN, Dokumentarfilm von Stefan Sick als DOK Premiere in Köln in Kooperation mit mindjazz pictures.
DAS FAST NORMALE LEBEN beobachtet den Alltag von vier Mädchen einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. Über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet Regisseur Stefan Sick ihre Entwicklung durch Höhen und Tiefen und ihre Auseinandersetzung mit Betreuer:innen, pädagogischen Fachkräften, Eltern und Institutionen. Erwachsenwerden ist für Lena, Leni, Eleyna und Lisann stets eine emotionale Achterbahnfahrt, geprägt vom Wunsch nach Selbstbestimmung und dem tiefen Bedürfnis, wieder zu ihren Familien zurückkehren zu dürfen.
Der Film verzichtet auf Schuldzuweisungen und ermöglicht einen authentischen Einblick in die Realität der Jugendhilfe. Dort läuft nicht immer alles reibungslos, dennoch wird sichtbar, wie Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern gelingen können.
Termine
ODEON Kino Köln
Mo. 02.02.2026, 19:30 Uhr
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Stefan Sick und Ümit Uludağ (HDF)
→ Tickets
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Buch, Regie, Kamera: Stefan Sick; Montage: Ina Tangermann, Stefan Sick; Produktion: AMA Film, SWR; Produzentinnen: Ulla Lehmann, Andrea Roggon; Redaktion: SWR Junger Dokumentarfilm; Redakteur: Marcus Vetter; Förderung: MFG Filmförderung Baden-Württemberg, Deutscher Filmförderfonds (DFFF); mit Unterstützung von: Diakonisches Werk Württemberg; Deutschland 2026.
Das Haus des Dokumentarfilms freut sich auf die TRIEGEL TRIFFT CRANAH von Paul Smaczny als DOK Premiere im Februar.
Michael Triegels Malerei unterscheidet sich vehement von der seiner Leipziger Schule Kollegen, allen voran von der seines Freundes Neo Rauch. Triegel malt wie die Alten Meister und nennt Michelangelo, Raffael und Dürer seine Vorbilder. 2020 erhält Triegel einen außergewöhnlichen Auftrag: Er soll den zerstörten Mittelteil des Altars im Naumburger Dom gestalten. Fast 500 Jahre zuvor fiel das Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren einem Bildersturm zum Opfer, nur die Seitenflügel blieben erhalten und weil es keinerlei Aufzeichnungen der Darstellung der Gottesmutter Maria mit Kind gibt, muss Michael Triegel ein gänzlich neues altes Gemälde fertigen.
Regisseur Paul Smaczny begleitete den Maler Michael Triegel mehrere Jahre und zeigt auf detailliere und vielschichtige Weise das Entstehen eines bedeutenden Kunstwerkes. Dabei öffnet Triegel nicht nur die Türen zu seinem Atelier, sondern gewährt tiefe Einblicke in sein Verständnis von Leben, Kunst und Religion.
Termine
Bundesplatz-Kino Berlin
Do. 03.02.2026, 20:00 Uhr
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Paul Smaczny und Wolfgang Jacobsen (HDF)
→ Tickets
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Buch, Regie: Paul Smaczny; Kamera: Michael Boomers, Ulf Wogenstein; weite Kamera: Nico Kutzner, Holger Berg, Emilian Tsubaki; Montage: Dirk Seliger, Pablo Ben Yakov; Produktion: Accentus Music; Produzent: Paul Smaczny; Producerin: Carmen Traudes; Verleih: Weltkino Filmverleih, gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung; Deutschland 2026
Unsere DOK Premiere im Januar 2026
Das Haus des Dokumentarfilms präsentiert DAS FAST NORMALE LEBEN, Dokumentarfilm von Stefan Sick als DOK Premiere in Stuttgart, Ludwigsburg, Berlin und Köln in Kooperation mit mindjazz pictures und zusätzlich in Kooperation mit Medien- und Filmgesellschaft BW (MFG) in Stuttgart.
DAS FAST NORMALE LEBEN beobachtet den Alltag von vier Mädchen einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. Über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet Regisseur Stefan Sick ihre Entwicklung durch Höhen und Tiefen und ihre Auseinandersetzung mit Betreuer:innen, pädagogischen Fachkräften, Eltern und Institutionen. Erwachsenwerden ist für Lena, Leni, Eleyna und Lisann stets eine emotionale Achterbahnfahrt, geprägt vom Wunsch nach Selbstbestimmung und dem tiefen Bedürfnis, wieder zu ihren Familien zurückkehren zu dürfen.
Der Film verzichtet auf Schuldzuweisungen und ermöglicht einen authentischen Einblick in die Realität der Jugendhilfe. Dort läuft nicht immer alles reibungslos, dennoch wird sichtbar, wie Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern gelingen können.
Termine
Trailer
Buch, Regie, Kamera: Stefan Sick; Montage: Ina Tangermann, Stefan Sick; Produktion: AMA Film, SWR; Produzentinnen: Ulla Lehmann, Andrea Roggon; Redaktion: SWR Junger Dokumentarfilm; Redakteur: Marcus Vetter; Förderung: MFG Filmförderung Baden-Württemberg, Deutscher Filmförderfonds (DFFF); mit Unterstützung von: Diakonisches Werk Württemberg; Deutschland 2026.
Zur Geschichte der DOK Premiere
Die DOK Premiere mit Filmgespräch wird seit Beginn der 2010er Jahre vom Haus des Dokumentarfilms (HDF) ausgerichtet und kuratiert. Sie startete in Kooperation mit dem Caligari Kino Ludwigsburg, dann kamen als Partner das Arthaus-Kinos Stuttgart und schließlich das Bundesplatz-Kino Berlin sowie das Odeon-Kino Köln dazu.
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